…neues von unseren Testkandidaten
Metzeler Racetech SM und Sportec M5 interact.

Racetech SM
In Garching und Cheb/Eger haben wir den Reifen jetzt zwei Trainings gefahren und
unsere ersten Erfahrungen und Eindrücke, die wir mit dem Reifen gemacht hatten,
wurden durch die Erkenntnis, dass wir hier einen qualitativ extrem hochwertigen Reifen
montiert haben gefestigt.
Ob vorgeheizt oder nur warm gefahren stellt sich der SM mit sehr viel Grip vor.
Wir waren überrascht, wie schnell der Reifen ohne ihn zu erwärmen
volle Haftung aufgebaut hat.
Im Drift, wie auch in extremer Schräglage beim Bremsen und Herausbeschleunigen
vermittelt der neue Metzeler nicht nur Vertrauen, sondern lässt sogar Sicherheit fühlen.

Aus dem Offroad heraus säubert sich der Gummi innerhalb kürzester Zeit,
was sofort zu nutzbarer Haftung und Vortrieb sorgt.
Das Verschleißverhalten ist gegenüber dem Vorgänger noch um Längen besser.
Nach zwei Trainingstagen stellen wir nur ganz geringen Verlust an Gummi fest.
So wie sich uns der Reifen zeigt, ist er für verlängerte Trainingswochenenden bis hin zu einer
kompletten Trainingswoche fahrbar, was heißen würde, dass man nicht mehr groß Reifen
wechseln muss…is doch Klasse !!!
Wir schauen mal, wie lange der Pneu noch hält und berichten euch.
Nun aber zum neuen Sporttec M 5
Der Sportec hat jetzt zirka 4500 Kilometer auf einer 400er DRZ zurückgelegt.
Viele Kilometer im Alltagsbetrieb.
Viel geradeaus und viel “Stopp and Go“ zehrten am Gummi.
Wir gehen von 5-6 Tausend Kilometern Laufleistung bei diesen Voraussetzungen aus.
Der Nassgrip ist sehr gut, was den M5 in Verbindung mit den hervorragenden
Trockenverhältnissen zu einem sehr guten Sportreifen macht.
Momentan testen wir ein Gemisch aus Sportec M5 Interact vorne und Roadtec Z6 Interact
hinten auf einer KTM 640 LC4.

Unterwegs mit den Rennelefanten…
Wir schreiben das Jahr 2010, genau genommen den 17.02.10.
Die neuen Dickhäuter rollen auf unseren Hof.
Metzler Sportec M5 Interact mit Schräglagenindikator und Racetech SM.

Nervös und mit schwitzenden Händen nehmen wir sie in Empfang.
Das Garagentor schließt sich, die Tür zur Werkstatt stellt kein Hindernis
für den Schrauber dar und auf Knopfdruck beginnen die zwei Kolben des Kompressors Luft
im Drucklufttank zusammen zu schieben. Schnell im Redaktionsbüro abgemeldet:
“ Ich bin dann mal weg!“…
und schon entledigt sich die YZF ihrem Hinterrad und auch die Vorderradhülle fällt.
Im Nu sind zwei Felgensätze Alpina Tubeless mit neuen Pneus bekleidet
und die YZ hat neue Schuh – Erster Eindruck =>
der SM ist echt schlank und von schöner Form.
Der M5 bezirzt den Physiker und lehrt die Physik das Fürchten… hoffen wir….

Leider wurde unser erstes großes Testvorhaben durch Schnee und Kühlschranktemperaturen
in Italien vereitelt. Leider hatten auch die Hallenoberlichte in Kaufbeuren in der Allkarthalle
am 08.03.10 kein geplantes Date mit den Elefanten.
Geplant war ein ausgiebiger Test der SuMo-Slicks, doch nach der ersten Pause wollten die
Dachluken nicht mehr zufahren, was dazu führte, dass die Halle stark auskühlte und die
Yamaha kalte Füße bekam. Bevor es kalt wurde, konnte ich allerdings die Qualitäten des
neuen Slicks das erste Mal erleben.

Der Gripp war grandios und Handling und Feedback super, doch mehr kann ich leider noch
nicht dazu sagen, aber ich hoffe es bald zu können.
Am 29.04.10 war es allerdings so weit,
dass ich den neuen Sportler unter den Elefanten testen durfte, den Sportec M5.

Dazu fuhren wir auf Einladung von Metzeler zum Baden Airpark ins LUK Driving Center.

Hier stellte man uns den Mehrzonen- Reifen vor und es war mehrere Stunden möglich
ihn auf verschiedenen Fahrzeugen zu testen.

Um allerdings den Grenzbereich zu erfahren, fuhren wir nicht die zur Verfügung gestellten
S1000RR oder HP Sport, sondern unsere YAMAHA YZF 450.

Natürlich ist eine 116,5 Kilo- SuperMoto eher selten auf der Strasse anzutreffen,
aber wir wollten herausfinden, ob der neue M5 der neue Reifen für leichte
Supermotos werden kann. Also für Fahrzeuge um die 150 Kilo.
Angefangen haben wir mit einem Luftdruck von 1,85 bar kalt, also viel weniger als bei den
Straßenbikes, für die bis zu 2,8 bar angegeben werden.
Also raus auf die Strecke.

Da der Sportec ein Straßenreifen ist, muss er ja schon von Beginn an funktionieren,
also die sehr gut auszumachende Ideallinie angepeilt und
runter in Schräglage – ohohoh…geht gut.
Den Gashahn geöffnet und schau da, auch beim Rausbeschleunigen ist schon voller Grip
vorhanden. Nach und nach lerne ich die Strecke kennen und nach ein paar
Runden auf dem echt geilen Testtrack geht es bereits mit zügigem Trainingstempo dahin.
Immer näher taste ich mich an den Grenzbereich heran und drücke die Yamaha
immer weiter gen Asphalt, doch hoppla, was war das?

Leichte Wellen im Fahrbahnbelag, etwas das Gas gelupft und schon fängt die Fuhre an zu
stempeln. Das kann doch nicht sein. Eine Runde später, gleiche Kurve, gleiche Schräglage
und ohhh Mist, das war zu viel. Fuß runter, Rastendruck, Gas auf…na des reicht nimmer.
Loslassen, absteigen und hoffen, dass es nicht zu weh tut…
eine Runde später das Gleiche eine Kurve weiter vorn.
Also fahre ich raus und mache erstmal Pause.

Direkt nach Verlassen der Strecke habe ich den Druck überprüft und bin 0,3 bar runter
gegangen. Somit haben die Reifen jetzt einen Kaltdruck von 1,55bar.
Der hintere Pneu hat super gehalten!
Ohne am Fahrwerk etwas zu ändern fahre ich wieder raus und bereite mich auf die Kurve
vor, in der ich vorher den Abflug hatte.
Mit dem Daytona Schräglagensensor auf dem Boden, dem anderen Fuß fest auf der Raste
durchfahre ich die Kurve in Vollschräglage und siehe da, jetzt stempelt nix mehr.
Zwei Stunden insgesamt malträtierte ich den Sportec M5. Nachdem ich das anfängliche
Problem behoben hatte, fing es an richtig Spaß zu machen.

Das Feedback, das der Gummi gibt ist sehr direkt.
Die fünf/ drei Zonen halten, was man bei Metzeler dazu verspricht.
Zumindest konnten wir 2(4) Zonen wirklich unter die Lupe nehmen.
Die Mitte des Reifens nutzten wir auf dem kurvigen Kurs nur auf der langen Graden,
woraus sich allerdings keine Aussage über die zu erwartenden Langlebigkeit treffen lässt.

Zu den zwei angrenzenden Zonen und den Reifenaußenkanten können wir
allerdings etwas sagen. Die ausgeklügelte Stahlgürteltechnologie ist fühlbar.
In der Zwischenzone, im Bereich der mittleren Schräglage, also im Bereich Bremsdrift und
beim Herausbeschleunigen aus der Kurve sind die Drähte nicht so stark vorgespannt,
was bei stark entlastetem Hinterrad trotzdem aufgrund der hohen Flexibilität des Reifens
zu verhältnismäßig viel Auflagefläche beim Anbremsen führt und sich der Gummi in der
Beschleunigungsphase großflächig in den Asphalt beißt.

Die steife Reifenkante kündigt die Schrädlagengrenzen sehr deutlich an und
verhindert zudem das unkontrollierte Wegknicken des Reifens auf der Flanke. Somit lassen
sich Beschleunigungs- Drifts ungefährlich abfangen und in Gripp umwandeln.
Das Vorderrad verhält sich kooperativ, vermittelt ein super Feedback, woher der Pilot sicher
und schnell korrigierende Richtungsänderungen durchführen kann. Für leichte Fahrzeuge
muss der Luftdruck allerdings etwas reduziert werden, aber vielleicht bringt der deutsche
Reifenhersteller ja auch noch einen Vorderreifen mit insgesamt weniger Drahtvorspannung
für leichtere Motorräder.

Hinterreifen neu
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Hinterreifen nach 2 Stunden Rennstrecke
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Zwei Stunden Qual haben dem Reifen vorne und auch hinten nicht viel anhaben können.
Den Abrieb am Hinterrad stufen wir als gering ein,
vorn kann man von Abrieb fast gar nicht sprechen.
Fazit zum neuen SPORRTEC M5:
Sehr empfehlenswert.
Toller Sportreifen auf höchstem Niveau der heutigen Reifenbautechnik.
Super Feedback, geringer Verschleiß und
auch im Regen macht er eine sehr gute Figur aufgrund von überragendem Grip.

www.metzeler.de
Fahrerausrüstung:
WACO, Daytona, Alpinestars, ODLO, Cti², Held, Nolan, EVS, Utopia
Bilder:
Ruth Schmackler, PIXELrace.de

Metzeler RACETEC Drift

Seit langer Zeit wollten wir schon den Racetec Supermoto Slick von Metzeler ausprobieren
und haben es jetzt endlich geschafft.

Schon bei der Montage fiel uns auf, dass das deutsche Gummi sehr breit baut.
Zwischen Kette und Reifen passte im eingebauten Zustand nicht mehr wirklich viel.

Doch auf der Piste zeigten der K099 vorne und der K094 hinten was in ihnen steckt.

Da wir aus Strommangel-Gründen keine
Heizdecken benutzen konnten,
fuhren wir die Pneus zwei Runden warm und
stellten erfreut fest,
dass der Grip einwandfrei war und der Reifen auch
nicht beschädigt wurde.
Er zeigte das gleiche Bild nach den ersten paar
Runden wie ein vorgeheizter und wies nach dem
ersten Turn 56° Celsius Reifentemperatur auf.
Die Funktion der Reifen ließ keine Wünsche offen.
Das Handling war gut, das Feedback beim Andriften von Kurven ist sehr genau,
der Kontakt zur Fahrbahn wird sensibel übertragen.
Beim Überschreiten des Grenzbereichs reagiert der Racetec Drift gut kontrollierbar,
Rutscher beim Beschleunigen lassen sich über das Gas regulieren und treiben auch dem
schreckhaften Fahrer keine Schweißperlen auf die Stirn.

Fazit:
Den Reifen, den Fabian Bachmann in der S1 pilotiert können wir empfehlen.
Der Racetec Drift ist einer der TOP Supermoto Reifen mit gutem Feedback, akzeptablem
Verschleiß und Preis…

Preis:
Die Preise sind sehr variabel:
RaceTec Drift
vorne ca. 120,-; hinten ca. 200,-
Mehr Infos bei :

Race Tec Rain
…auch im Regen macht Metzeler eine gute Figur.
Auf der neuen Supermoto- Strecke in Chep/ CZ
konnten wir uns ein Bild von der Nasshaftung des Raintire- Gummis machen.

Wir hätten gerne den ganzen Tag schönes Wetter gehabt,
doch somit konnten wir endlich auch den Supermoto- Regenreifen
des bayrischen Herstellers testen und waren zufrieden.

Wenn man bedenkt was die getestete härtere Mischung schon an Gripp aufgebaut hat,
dann muss die weiche regelrecht wie Saugnäpfe an der nassen Fliese kleben.

Die werden wir vielleicht noch einmal nachtesten, aber jetzt wird das Wetter 2009
hoffentlich irgendwann erstmal besser…

Preis:
Die Preise sind sehr variabel:
RaceTec Rain
vorne ca. 150,-; hinten ca. 200,-
Mehr Infos bei :

Goldspeed PreCut Supermoto-Slick

Dieser Strassen zugelassene, geschnittene Slick zeichnet sich durch zwei Merkmale aus:
1. Rennslick mit Zulassung
2. Rennslick
Wir haben den Goldspeed gefahren und sind von der Funktion nicht überrascht,
da wir schon mehrfach Reifen von Goldspeed gefahren haben, aber wir wurden überzeugt,
dass der PreCut ein vollwertiger Rennreifen mit guter Alltagstauglichkeit ist.
Im öffentlichen Strassenverkehr fuhren wir ihn auf einer Husqvarna SM 610
zirka 500 Kilometer durch das Alpenvorland und die Tiroler Alpen.
Dabei hatten wir die Gelegenheit, den Reifen auf verschiedenen Untergründen und bei
verschiedenen Witterungsverhältnissen zu erleben.
Der vordere Gummi, mit den Maßen 120/80-R17 fanden wir besonders interessant.
Leider ist diese Reifengröße nur nach einer Tachoanpassung zulässig,
was nur bei manchen Bikes über die Fahrzeug eigenen Instrumente möglich ist.
Durch das Höhe-/Breite- Verhältnis 80 ist die Eigendämpfung des
Reifens besser als bei Standartgröße 120/70-17. Leider sind die rotierenden Massen somit
auch größer, was aber vom Gefühl her zu vernachlässigen ist.

Der Grip bewegt sich auf hohem Niveau bis zum Grenzbereich.
Die Reifenflanke vermittelt viel Gefühl, obwohl sie verhältnismäßig weich ist.
Der Verschleiß bewegte sich zumindest auf der Rennstrecke im vertretbaren Rahmen.
Wir fuhren den Slick neben den Straßenkilometern zirka fünf Trainings
auf unserer Yamaha YZ 450F bis an die Verschleißgrenze und können sagen,
dass der Goldspeed PreCut ein durchaus guter Supermoto- Renn- und Alltagsreifen ist.


Bezugsquelle:
www.schuurmanbv.com