990 S M R- really ready to race
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Im Jahr 2005 kreierten ein paar einflussreiche Personen aus der Szene einen neuen Begriff
und fassten unter diesem eine neue Gattung naked Bikes zusammen –
große, nackte Motorräder mit längeren Federwegen und 17 Zoll Rädern.
Diese Groß- Supermotos, so genannte Megamotos mit einem Hubraum von weit über 700
Kubikzentimetern, mindestens zwei Zylindern, einem Gewicht von zirka 200 Kilogramm
fahrfertig und gedacht, um auf engen Rundkursen die Joghurtbecher zu ärgern.
Naja, eigentlich war sogar eine Rennserie in Aussicht gestellt,
in der mit diesen Fahrzeugen auf Rundkursen im Verbund der Superbike- Serie
oder anderer großer Serien gefahren werden sollte.
Zudem sollte der Kurs mit lang gezogenen Asphalt- Sprüngen gespickt werden.
Doch nach einem Test während dem Supermoto- Rennen Ende September 2005 in Melk
war Schluss.
BMW hatte die HP2 nicht einmal richtig fertig, es war ein Ableger der HP2 Enduro und bei
Ducati schlummerte die Hypermotard noch in der Entwicklung, wo man bei KTM schon etwas
fertiges in Petto hatte und das hieß 950 Supermoto.
Heute, 2010, baut man bei BMW die HP2 Megamoto auf Bestellung und
die Hypermotard von Ducati ist etwas für Individualisten.
Lediglich bei KTM steht eine echte Groß- Supermoto, die 990 SM/SMT/SMR bei den Händlern.
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Mittlerweile verfügt das Zweizylinderaggregat natürlich schon seit einiger Zeit über eine
Einspritzung unter deren Mithilfe brutale 116 PS mobilisiert werden.
Viele werden jetzt fragen:
„116 PS sollen brutal sein?
Ich bin letzt die S1000RR gefahren, das ist brutal!“
Jaja, diese Sprüche kennen wir, in good old Germany ist nur über 150 PS brutal –
obwohl der Großteil der Motorradfahrer
mit über 98 PS schon gar nicht mehr sicher umgehen kann.
Die 116 Pferde der Österreicherin sind auf jeden Fall für die Straße völlig ausreichend
und wer richtig am Kabel zieht, der fährt fast ausschließlich auf dem Hinterrad,
es sei denn er greift in die Radialbremspumpe.
In diesem Fall nehmen die Brembo Radial- Zangen die zwei Vorderrad- Bremsscheiben
in Haft und lassen das Heck der SMR gen Himmel steigen,
was bei KTM allerdings nichts Beunruhigendes darstellt.
Das exzellente WP-Suspension- Fahrwerk verarbeitet auch schwerste Unruhen sehr
diplomatisch. Die Kommunikation zwischen Fahrer und Fahrbahn funktioniert perfekt.
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Mit der Groß- Supermoto aus Mattighofen macht das Kurvenräubern richtig Spaß.
Unser Testterrain war dieses Mal neben dem Alpenvorland
unter anderem auch das schöne Lipperland in Ostwestfalen.

Das Terrain im Kalle- und Extertal war ideal für die Orangene, sorry Weiße.
Kleine verwinkelte Straßen von Günters Kurve im Extertal, über das Kalletal bis hin zum
Köterberg, dem Motorrad- Ausflugs- Ziel am Rande des Ost-Westfalen-Landes,
boten super Teststrecken in toller Umgebung.
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Das Fahrwerk wurde von den Straßen gefordert, aber niemals überfordert.
Mit einigen Klicks in Richtung weich stellten wir es auf etwas komfortabler und schon
schluckten die Dämpfer einen Großteil der Unebenheiten.
Störend empfanden wir lediglich das allbekannte untertourige Ruckeln,
das begünstigt ist durch die sehr direkte Gasannahme der Einspritzung.
Somit fällt es dem Fahrer schwer besonders im niedrigen Drehzahlbereich auf unwegsamen
Wegstrecken eine konstante Geschwindigkeit beizubehalten.
Alles was sich oberhalb dieses Bereiches abspielt, verläuft allerdings linear und direkt ohne
Streik und leider mit ungewöhnlich großem Durst.
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Ein über Einspritzung gespeister Brennraum, der bei moderater Gangart über sechs Liter
verbrennt und bei zügiger Fahrt weit über sieben, dem bescheinigen wir einen großen Durst.
Aber der Spaß entschädigt für kleine Fehler, denn die SMR ist eine Fahrmaschine.
Langgezogene wie auch enge Kurven wedelt sie locker aus dem Ärmel und der
Alltagstauglichkeit steht nichts im Wege.
Selbst Touren lassen sich mit der 990 SMR mit sehr hohem Spaßfaktor bewältigen.
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Doch Sozia aufgepasst. Die unter dem Heck verlaufende Abgasanlage
befindet sich sehr nah im Bereich der beiden Soziusgriffe.
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Die Lenkerposition war uns persönlich etwas zu tief,
die komplette Ergonomie des Fahrzeugs passt allerdings wie angegossen.
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KTM- typisch READY TO RACE!!!
Wer mehr erleben möchte als einfaches Motorrad- Fahren,
der sollte einmal eine Groß- SM aus Mattighofen fahren.
Egal ob SM, SMT oder SMR- alle drei vermitteln Rennstrecken- Feeling
schon beim Cruisen auf der Landstrasse.
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Die Unterschiede der R zur normalen SM sind gering.
Der Tank fasst lediglich 15 Liter anstatt 19, die Kupplungspumpen betätigt radial,
Steuerkopfwinkel 65,6 anstatt 65,1 Grad, wodurch sich auch der Radstand verkürzt
und die Handlichkeit wächst.
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Weitere Unterschiede sind die Alu- Schmiede- Räder und leichte Unterschiede bei der
Fahrwerksabstimmung und das war’s so ziemlich.
Natürlich sollte man das auffälligere Design erwähnen und
den um zirka 1400 Euro höheren Preis.
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Der kürzere Radstand wirkt sich nicht negativ auf den Kurvenlauf
bei hohen Geschwindigkeiten aus.
Wir würden fast behaupten, dass im normalen Fahrbetrieb der Unterschied
zur SM- Geometrie keinem bewusst wird.
Zu einem Preis von 11.600 bis 13.000 Euro bekommt man in der zweizylindrigen
Supermoto- Garde bei KTM viel Motorrad geboten.
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Alles ist vorhanden, ein potenter 75 Grad V-Zweizylinder,
ein voll einstellbares Topfahrwerk von WP-Suspension, klasse Bremsanlagen,
Design und Sound.
Unser Testfahrzeug die SMR bereitete uns sehr viel Spaß,
obwohl bei uns keine Tankfüllung 200 Kilometer gehalten hat! …
Will man mehr? Wer kann mehr bieten?
Kleidung und Equipment des Fahrers:
Handschuhe und Oberkleidung – Held
Helm – Hebo
Brille – ProGrip
NackGuard – EVS
Rückenprotektor – Dainese
Stiefel – Forma
Technische Daten:
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