BMW is back

Teil 1:


…mit der G450X hat BMW endlich wieder
ein richtig heißes Enduro- Eisen zu bieten.
Wir haben uns für ein Testbike zwar erst in diesem Jahr
angemeldet, hatten allerdings im Spätherbst 2008 die
Möglichkeit die neue Münchnerin bei einem BMW- Test-
Event beim AMC- Penzberg auf der Vereins- Cross- Strecke
in Habach zu fahren.

Das Erste was beim kurzen Hin- und Herrollen auf
dem Parkplatz hervorstach, war die Handlichkeit.
Nachdem wir uns ein wenig warm gefahren hatten,
die Außentemperaturen lagen so bei 8 Grad,
wurden wir auch schon ein wenig schneller und
gewöhnten uns an das Fahrzeug.

Die anspruchsvolle, steinig- lehmige Strecke bietet durch ihre Enduropassagen ein
passendes Testterrain für die junge Münchnerin. Die zu Beginn bereits aufgefallene
Handlichkeit macht sich auf der Strecke weiterhin bemerkbar. Sie stürzt regelrecht in enge
Ecken und die exzellent abgestimmte Einspritzung ermöglicht ein ruckfreies, spontanes
Herausbeschleunigen
aus der Kehre. Sie arbeitet spontan und sauber, stirbt aber auch nicht
sofort ab, wenn das Gas zu ist und rasch aus niedrigen Touren geöffnet wird. Vor diesem
Problem standen einige Hersteller und Tüftler, die mit Einspritzungen im Endurobereich
hantierten.

Auf der Bremse reagiert die 450er absolut neutral, was mit ein Verdienst des guten
Fahrwerks ist.
Neben der vorderen, mittlerweile klassischen Upside-Down Gabel arbeitet hinten eine
komplett neue Radführungs- Dämpfer- Lösung.
Das patentierte System zeichnet sich durch den im Getriebeausgangswellen- Drehpunkt
platzierten Schwingendrehpunkt aus. Dadurch werden Lastwechselreaktionen auf den
Antrieb, wie auch Lastwechseleinflüsse auf das Fahrverhalten verringert. Durch diese
Verlagerung des Schwingendrehpunktes nach vorne, wurde die Hinterradschwinge um ein
paar Zentimeter länger, wodurch man an Radfederweg gewinnt. Das sehr schräg stehende
Federbein stützt sich direkt auf der Schwinge ab, wobei die Aufnahme auf der Schwinge so
gestaltet wurde, dass das Federbein in einer Achse mit dem oberen Rahmenrohr verläuft.
Die Stellung des Dämpfers und seine Anbindung an der Schwinge erinnern an das aus den
70er Jahren stammende Prinzip der Cantilever- Federung, das eine fast beliebige
Federbeinlänge zulässt und somit extreme Federwege, zudem erreicht man mit diesem
Anordnung eine erwünschte Progression.
Durch die längere Hinterradaufhängung wird erreicht, dass das Rad nicht so schnell den
Bodenkontakt verliert.
Diese besonderen Begebenheiten in Verbindung mit einem
hervorragend trainierten, potenten Aggregat mit homologierten 40 PS und offenen 52
beweisen, dass man gut daran getan hat dieses Sportfahrzeug im Rennsport zu entwickeln
und dann der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Im Frühjahr werden wir die G450X intensiver testen und nicht nur ihrem Spaßfaktor frönen.
www.bmw-motorrad.de

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