BMW HP 2 Sport Limited Edition

HP2… bedeutet Sportfahrzeuge handmade
Die „Limited Edition“ der HP2 Sport ist der Hingucker
vom Hingucker HP2 Sport.
Optisch ist dieses Fahrzeug ein echter „Caferacer“.
Diese BMW wird nur auf Bestellung von Hand gefertigt und
das auf Maschinenbau technisch höchstem Niveau.
Kohlefaser wohin das Auge blickt und alles selbst tragend.
Die Verkleidung, das Heck, der Bugspoiler…alles ist aus dem edlen Material gefertigt.

Edle, funktionelle Frästeile zieren das ganze Bike,
so ist die Position der Fußrasten über einen Excenter einstellbar,
die Fußhebel lassen sich über Verdrehen in einer Klemmung der hochwertig gefertigten
Fußhebel positionieren und die Lenkerstummel lassen Einstellungen in der Neigung zu,
leider nicht in der Höhe.
Das Fahrwerk setzt sich ebenfalls aus edelsten Komponenten zusammen.
Zu Para- und Telelever von BMW gesellen sich zwei voll einstellbare Federbeine aus dem
Hause Öhlins, die sich so fein einstellen lassen, dass der Racer über fast alle
Fahrbahnunebenheiten erhaben ist.
Die Metzeler K3- bereiften Alu- Schmiederräder werden somit fast ausschließlich am Boden
gehalten, was die HP selbst in welligsten Kurven nicht aus der Bahn hüpfen lässt.
Das Bike fühlt sich supersicher an.

Selbst bei hohem Tempo auf der Autobahn stören den Piloten keine Unruhen
beim Genuss dieses Exklusivbikes.
Die HP2 zieht ihre Kreise wie auf Schienen,
lediglich bei langsamerer Fahrt und in engen Kurven fühlt sich der Telelevervorbau
etwas steif und unhandlich an.
Die Bremsaggregate, ein Gemisch aus Brembo und Magura verzögern die Fuhre vehement.
Der unter Extrembedingungen etwas wandernde Druckpunkt
lässt die Wirksamkeit der Stopper nicht schwinden.
Wer jedoch wirklich zügig und forsch unterwegs ist, der sollte zwei Sachen beachten.
Einmal ist man mit diesem Rennboxer ganz schnell zu schnell (bei 3sec auf 100)
und zum anderen sollte man das ABS ausschalten.

Selbst wenn BMW sein ABS immer weiterentwickelt und
im vorderen Bremskreis durch einen zusätzlichen Sensor
eine feinfühligere Regelung zulässt und in das System erst sehr spät eingreift
und spät regelt, ist es für den echten Sporteinsatz nicht zu empfehlen.
Wenn man spät bremst, dann öffnet das System trotzdem früher als es der versierte Pilot
gebrauchen kann, was in dem Fall zu einer Verlängerung des Bremsweges und eventuell
zum Verlassen der Ideallinie führen kann.
Ich habe zwar bisher noch mit keinem Kollegen über dieses Problem gesprochen,
ob jemandem außer mir das auch schon passiert ist, aber dafür habe ich zweimal schon die
neben der Fahrbahn liegende Wiese angepeilt.
Das soll allerdings lediglich heißen, dass im Renntempo nichts über eine gefühlvolle
Bremshand geht und man auf dem Racetrack somit bei ausgeschaltetem ABS sicherer
unterwegs ist und seine angepeilte Linie wie geplant fahren kann.

Aus der Kurve heraus gibt’s nichts zu
meckern.
Das neu entwickelte Boxeraggregat
ermöglicht mehr Durchzug und
Drehzahlagilität.
Hintergrund ist ein veränderter
Zylinderkopf mit je zwei oben liegenden
Nockenwellen, die über leichte
Schlepphebel
radial angeordnete,
größere Ventile betätigen.
Aufgrund der Ventilanordnung konnte
der Brennraum verbrennungseffizienter
gestaltet werden.
Gezündet wird nur noch über eine
zentral verbaute Zündkerze.
Bei gleichem Hubraum wird durch die
größeren Ventile ein verbesserter Gasfluss
erreicht, wodurch der Gaswechsel spontaner erfolgt.
Dadurch dreht der Boxer spontaner hoch.
Dieser spontane Vortrieb lässt sich durch ein gut schaltbares Getriebe in Verbindung mit
einem Schaltautomat sehr rasch auf den Asphalt bringen.
Der Schaltautomat ermöglicht es, bei Volllast ohne zu kuppeln
und ohne den Gasgriff zu schließen, hoch zu schalten.
Im Teillastbereich Funktioniert das allerdings nur unwillig, begleitet mit Ruckeln und Hakeln,
aber für den Schiebe- und Teillastbetrieb ist eine solche Vorrichtung auch nicht gedacht.
Das Geile an der Schalthilfe ist der Sound, der den Underseat- Auspuff kurz nach dem
Schaltvorgang verlässt.
Dieser kurze, fehlzündungsartige Knall…einfach geil !!!

In Kurven mag die HP2 auf Zug gefahren werden, da der Kardan es verlangt.
Für uns als Supermotofahrer stellt das kein Problem dar,
genauso wie für die meisten Sportfahrer,
für jeden anderen bedarf es eventuell einer kurzen Eingewöhnungszeit.
Auch der Verbrauch von bis zu knapp 9 Litern wird von Sportfahrern beherrscht.
Denn zum Spaß mit einem Sportbike gehört leider auch ein erhöhter Kraftstoffverbrauch.
Somit ist es fast immer erforderlich nach ca. 150 Kilometern eine Tankstelle aufzusuchen.
Informiert wird man über diese Notwendigkeit auf dem Multifunktions- Dashboard, das im
Normal- und Racebetrieb unterschiedliche, dem Einsatzzweck angepasste Informationen
liefert. Die tollste Funktion dieser Informationsanzeige ist unserer Meinung nach die
Öltemperaturanzeige über verschiedenfarbige LED’s und der dazu gehörigen,
empfohlenen Höchstdrehzahlanzeige auf dem Display.
Erst wenn alle Lämpchen erloschen sind, kann die Rennkuh bis 9500 U/min gedreht werden
und die 133 PS und knapp 115 Nm Drehmoment machen aus ihr einen wilden Stier.
Ziehen wir Bilanz:

Die BMW HP2 Sport ist ein Exklusivmoped nicht nur durch die Langstrecken- Lackierung,
sondern auch wegen der Langstrecken- Features.
Edle Bauteile zur Einstellung der passenden Ergonomie für fast jeden Fahrer.
Ein Fahrmotorrad für den, der das nötige Kleingeld hat oder für den,
der dieses Bike unbedingt haben will.
Unsere Fotografin will es und deshalb wurde ihr der Zündschlüssel aus der Hand operiert.
Sie wollte den Schlüssel nicht mehr hergeben und das Moped schon mal überhaupt nicht !!!
Exklusivster Boxer aller Zeiten !!!
Infos unter:
www.bmw-motorrad.de
Unser Fahrer trug bei den Fotos:
Helm, Stiefel und Handschuhe: Held
Lederkombi: Waco
Rückenprotektor: Dainese